Tutorial 2: Kreuzanschlag

Englisch: Long-Tail Cast On

 

Dieser Maschenanschlag wird mit einem langen Fadenende und einem Arbeitsfaden gearbeitet. Er ist einfach und schnell erlernbar.

Hier gehts zum Tutorial 2 Kreuzanschlag

Vorführung:

  • die Lauf- oder Anfangsschlinge
  • der Kreuzanschlag

 

Eignet sich für:

  • viele verschiedene Strickprojekte
  • alle Strickmuster
  • gerippte Bündchen
  • kraus recht
  • glatt rechts

 

Eigenschaften:

  • der entstehende Anschlagsrand ist fest und elastisch
  • sieht sowohl von der Vorderseite als auch der Rückseite attraktiv aus
  • er bildet aufgrund der Struktur beim Anschlagen direkt die erste Reihe
  • die folgende Reihe ist immer eine Rückreihe, diese ist dann im Strickwerk die linke (innere) oder Rückseite

 

 

Tipps:

liegen die Maschen zu fest auf der Nadel und lassen sich nicht gut abstricken, hilft es

  • eine ein oder zwei Nummern größere Nadel für den Maschenanschlag zu nehmen.
  • Den Maschenanschlag mit zwei Nadeln zusammen zu machen, dafür beide Nadeln in die rechte Hand nehmen und wie mit einer Nadel verfahren.

Aufgeribbeltes dauergewelltes Garn

Wie bekommt man aufgeribbeltes Garn wieder glatt?

Selbstverständlich gibt es verschiedene Möglichkeiten dies zu bewerkstelligen, das weiß jede Stricker und Spinnerin. Vor einigen Tagen erging es mir ebenso, ich mußte ein angefangenes Strickstück wieder aufribbeln. Da stand ich nun mit dem wunderbar dauergewellten Garn, hatte jedoch aufgrund meiner Planung keine Zeit naß zu machen und wieder trocknen zu lassen. Die Gefahr, das man dies später im Strickbild sieht, wollte ich aber auch nicht eingehen. Nun war guter Rat teuer. Da kam mir folgende Idee. Ich wickelte das Garn um den Mixbecher meines Handrührgerätes und füllte in den Becher heißes Wasser (so heiß wie es aus dem Wasserhahn bei höchster Wärmeeinstellung kommt).  Dann ließ ich den Becher 15 Minuten stehen und siehe da mein Garn war wieder glatt, einsatzbereit und das Strickbild ließ auch nichts zu wünschen übrig.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Alpakafaser I

Das Vlies der Götter oder das Gold der Inkas

So wird Alpaka-Faser beschrieben! Sie ist neben Kaschmir und Seide die wertvollste Faser der Welt, eine Luxusfaser.

Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende domestizierte Kamelform. Es gehört ebenso wie die Lamas und die heute noch freilebenden Vikunjas und Guanakos zu den Neuweltkameliden. Sie haben mit den Altweltkameliden, dem Trampeltier und Dromedar, gemeinsame Vorfahren. Neuweltkameliden haben keine Höcker und sind Paarhufer.

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Sie gehören zur Unterordnung der Schwielensohler. Ihre beiden Zehen sind mit dicken, federnden Schwielen ausgestattet. Dies macht sie neben ihrem Freßverhalten, sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern, zu bodenschonenden Landschaftspflegern. Das Alpaka stammt vom Vikunja ab, was 2001 von Dr. Jane Wheeler durch eine DNA-Untersuchung belegt wurde. Alpakafaser I weiterlesen

Merinowolle Teil 3

Wie pflege und wasche ich Merinowolle?

Merinowolle hat eine selbstreinigende Eigenschaft. Ihr handgestricktes Stück muss nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Ein Lüften reicht, damit ihr Kleidungsstück wieder frisch ist. Sollte es doch einmal nötig sein, wird Ihnen der Link hilfreich sein, damit Ihrem wertvollen handgestrickten Prachtstück nichts passiert.

http://www.perwoll.de/de/startseite/alles-ueber-perwoll/spezialratgeber-wolle.html

Workshop-Programm

Endlich ist es fertig! Mein Wollwerkstatt Hansespinnerin Workshop-Programm Juli bis Dezember 2018. Das Programm steht für Euch zum Download bereit

Wollwerkstatt Hansespinnerin Workshop-Programm

oder ihr holt es Euch persönlich in der Wollwerkstatt Hansespinnerin ab. Viel Spaß beim Durchschauen wünscht Euch Eure Hansespinnerin20180507_103133

Merinowolle Teil 2

Schurwolle was ist das?

Bei den meisten von uns kommt doch gleich der Gedanke an den Pullover hoch, den Großmutter uns gestrickt hatte und der so kratzig war. Ich sage muss es nicht, denn Schurwolle bedeutet nichts anderes als dass die Wolle vom lebenden Schaf durch die Schur gewonnen wurde. Nun so weit so gut, doch welches Schaf wurde geschoren? Bei manchen Garnherstellern (etwa Atelier Zitron) findet man unter der Prozentangabe mit Schurwolle den Hinweis auf die Faser z. B. Merino extrafine, was uns ja direkt darüber informiert, dass es sich um ein Merinoschaf mit einem Micron von 19 – 20 handelt, also um eine weiche Faser. Findet man diesen Hinweis nicht, so sollte der jeweilige Fachhändler in der Lage sein darüber Auskunft zu erteilen.

 

Die Eigenschaften von Merinowolle:

  • schnelles trocken
  • atmungsaktiv
  • Isolationsfähigkeit auch in nassem oder feuchten Zustand
  • feuchtigkeitsregulierend
  • antibakterielle Wirkung
  • geruchsneutral und daher muss man sie seltener waschen
  • Tragekomfort
  • Pflegeleichtigkeit
  • natürlicher UV-Schutz
  • schwer entflammbar
  • nachwachsender Rohstoff

Merinowolle ist eine edle Wollsorte, aus ihr werden häufig Pullover, Westen, Schals und Mützen gefertigt.

 

Superwash?

Gegeben falls finden wir auf dem Etikett auch den Hinweis „superwash“. Super, die Wolle ist also super zu waschen? Dieser Hinweis bedeutet, dass die Wolle durch ein spezielles Verfahren filzfrei ausgerüstet wurden. Wolle verfilzt indem die Wollfasern  durch heißes Seifenwasser quellen und sich die oberste Schuppenschicht abspreizt und die Schuppen sich miteinander verhaken. Bei der superwash Ausrüstung wird dies durch ein spezielles Verfahren verhindert. Wolle die auf diese Weise behandelt wurde, ist wesentlich unempfindlicher und kann durchaus einen milden Waschgang in der Waschmaschine vertragen.

Wie pflege und wasche ich Merinowolle?

Antworten gibt es demnächst in „Merinowolle Teil 3“

Merinowolle Teil1

Merinowolle

stammt vom Merinoschaf, dies ist eine Feinwoll-Schafrasse die ursprünglich aus Nordafrika stammt. Mit den Berbern, die Viehzucht betrieben, kamen diese Schafe nach Spanien. Historiker vermuten, dass genuesische Wollhändler die Zucht der Tiere anregten und sich dadurch Spanien zum wichtigsten Lieferanten für qualitativ hochwertige Wolle entwickelte. Da die Ausfuhr der Merinoschafe bei Todesstrafe verboten war, konnte Spanien bis zum 18. Jahrhundert mit der „spanischen Wolle“ weltweit Handel treiben. Im 18. Jahrhundert gelangten dann die ersten Merinos nach Deutschland und wurden hier mit einheimischen Rassen gekreuzt, es entstand das Merinolandschaf, welches mit 30% des Schafbestandes die häufigste Rasse in Deutschland ist. Merinowolle Teil1 weiterlesen