Schlagwort-Archive: Handarbeiten

Merinowolle Teil 3

Wie pflege und wasche ich Merinowolle?

Merinowolle hat eine selbstreinigende Eigenschaft. Ihr handgestricktes Stück muss nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Ein Lüften reicht, damit ihr Kleidungsstück wieder frisch ist. Sollte es doch einmal nötig sein, wird Ihnen der Link hilfreich sein, damit Ihrem wertvollen handgestrickten Prachtstück nichts passiert.

http://www.perwoll.de/de/startseite/alles-ueber-perwoll/spezialratgeber-wolle.html

Merinowolle Teil 2

Schurwolle was ist das?

Bei den meisten von uns kommt doch gleich der Gedanke an den Pullover hoch, den Großmutter uns gestrickt hatte und der so kratzig war. Ich sage muss es nicht, denn Schurwolle bedeutet nichts anderes als dass die Wolle vom lebenden Schaf durch die Schur gewonnen wurde. Nun so weit so gut, doch welches Schaf wurde geschoren? Bei manchen Garnherstellern (etwa Atelier Zitron) findet man unter der Prozentangabe mit Schurwolle den Hinweis auf die Faser z. B. Merino extrafine, was uns ja direkt darüber informiert, dass es sich um ein Merinoschaf mit einem Micron von 19 – 20 handelt, also um eine weiche Faser. Findet man diesen Hinweis nicht, so sollte der jeweilige Fachhändler in der Lage sein darüber Auskunft zu erteilen.

 

Die Eigenschaften von Merinowolle:

  • schnelles trocken
  • atmungsaktiv
  • Isolationsfähigkeit auch in nassem oder feuchten Zustand
  • feuchtigkeitsregulierend
  • antibakterielle Wirkung
  • geruchsneutral und daher muss man sie seltener waschen
  • Tragekomfort
  • Pflegeleichtigkeit
  • natürlicher UV-Schutz
  • schwer entflammbar
  • nachwachsender Rohstoff

Merinowolle ist eine edle Wollsorte, aus ihr werden häufig Pullover, Westen, Schals und Mützen gefertigt.

 

Superwash?

Gegeben falls finden wir auf dem Etikett auch den Hinweis „superwash“. Super, die Wolle ist also super zu waschen? Dieser Hinweis bedeutet, dass die Wolle durch ein spezielles Verfahren filzfrei ausgerüstet wurden. Wolle verfilzt indem die Wollfasern  durch heißes Seifenwasser quellen und sich die oberste Schuppenschicht abspreizt und die Schuppen sich miteinander verhaken. Bei der superwash Ausrüstung wird dies durch ein spezielles Verfahren verhindert. Wolle die auf diese Weise behandelt wurde, ist wesentlich unempfindlicher und kann durchaus einen milden Waschgang in der Waschmaschine vertragen.

Wie pflege und wasche ich Merinowolle?

Antworten gibt es demnächst in „Merinowolle Teil 3“

Buchempfehlungen Teil I

Eine Kommentarschreiberin fand meine Kindersocken so toll und fragte, ob ich nicht ein Buch empfehlen könnte. Diesem Wunsch möchte ich hiermit entsprechen, doch bitte ich Euch liebe Freunde mich dabei zu unterstützen. Meine Idee dahinter ist eine Liste von Handarbeitsbüchern zu erstellen, die sowohl Strickanfänger als auch Fortgeschrittene nutzen können. Ich denke eine kleine Beschreibung des Inhalts kann dabei nicht schaden, vor allem, wenn man eventuell darüber nachdenkt sich das ein oder andere anzuschaffen. Vielleicht wären auch Internet-Links interessant? Lange Rede kurzer Sinn, ich fange einfach mal an.

Handarbeitsbücher:
• Stephanie van der Linden „Stricken basics“, Schritt-für Schritt-Anleitungen, Linkshänder-Kurs mit Workshop auf DVD aus dem Weltbild Verlag, Preis 9,99 €
Dieses Buch erklärt wie schon im Titel genannt alle Strickbasics, ich nutze es auch als Nachschlagewerk, wenn mir mal wieder etwas entfallen oder ich nicht weiß wie man es macht – hier findet man auch eine tolle Anleitung für Socken, eine Anleitung für die Bumerang-Ferse und Größentabellen für Socken von Gr. 22/23 – 46/47 für 4-fädiges oder 6-fädiges Garn
• Hanna Jaacks „Die große Strickschule“, Von Anschlag bis zusammennähen, Weltbild Verlag, Preis 12,95 €
Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene, diesen dient es als Nachschlagewerk. Es beschreibt neben den Basics auch unterschiedliche Muster und komplizierte Stricktechniken wie Plissees oder Falten.
• Stricken leicht gemacht
Ist ein wöchentlich im Zeitschriftenhandel erscheinendes Magazin, Preis pro Einzelheft 2,99 €
Ich nehme dieses Magazin zu den Büchern, weil es eine Sammlung von Heften ist, die in Ordnern abgeheftet werden können. Anhand einer Kuscheldecke, die aus einzelnen Quadraten gestrickt wird erlernt der Strickanfänger alle wichtigen Stricktechniken. Die Hefte sind unterteilt in die Kategorien Strick-Schule, Grundtechniken, die Decke, Accessoires, Designer-Mode, für Ihr Heim sowie F und A Antworten auf Ihre Fragen – gerade für Anfänger sehr nützlich. Für Fortgeschrittene bietet es die Möglichkeit eine Mustersammlung und Maschen-Bibliothek mit Schritt-für Schritt-Anleitungen und Großaufnahmen.

Dies ist erst einmal der Anfang, ich werde versuchen die Liste nach und nach zu erweitern.

Maschenprobe stricken

Für eine Maschenprobe stricke ich ein Rechteck von mindestens 12 x 12 cm. Hierzu multipliziere ich die auf der Banderole der Wolle angegebene Maschenzahl für 10 cm mit 1,2 runde das Ergebnis auf eine ganze Zahl auf und schlage diese Maschenzahl dann an. Meist nehme ich hierfür die angegebene Nadelstärke. Ich stricke dann glatt rechts bis zu einer Höhe von 12 cm, kette locker ab, feuchte das Strickstück an und lasse es trocknen. Schneller geht es mit einem Dampfbügeleisen. Das Strickstück von links leicht dämpfen ohne das Bügeleisen aufzusetzen. Anschließend die Maschenprobe auf eine feste Unterlage legen und mit Hilfe von einem Maßband mittig ein Quadrat mit Seitenlänge 10 cm markieren. Innerhalb der Markierung nun Maschen und Reihen zählen. Rand-, Anschlag-, und Abkettmaschen werden nicht berücksichtig, also nicht gezählt. Selbstverständlich kann man hierfür auch einen Zählrahmen benutzen. Gezählte Maschen und Reihen mit der Angabe auf der Banderole vergleichen.
Mehr gezählte Maschen als auf der Banderole angegeben bedeutet es wurde mit zu dünnen Nadeln gestrickt.
Weniger gezählte Maschen als auf der Banderole angegeben bedeutet es wurde mit zu dicken Nadeln gestrickt.
Über einen normalen Dreisatz kann man nun auch die Maschenzahl berechnen, die man für das jeweilige Strickwerk benötigt. Ebenso natürlich auch über cm eine Vergrößerung oder Verkleinerung des Strickobjektes vornehmen.