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Merinowolle Teil 2

Schurwolle was ist das?

Bei den meisten von uns kommt doch gleich der Gedanke an den Pullover hoch, den Großmutter uns gestrickt hatte und der so kratzig war. Ich sage muss es nicht, denn Schurwolle bedeutet nichts anderes als dass die Wolle vom lebenden Schaf durch die Schur gewonnen wurde. Nun so weit so gut, doch welches Schaf wurde geschoren? Bei manchen Garnherstellern (etwa Atelier Zitron) findet man unter der Prozentangabe mit Schurwolle den Hinweis auf die Faser z. B. Merino extrafine, was uns ja direkt darüber informiert, dass es sich um ein Merinoschaf mit einem Micron von 19 – 20 handelt, also um eine weiche Faser. Findet man diesen Hinweis nicht, so sollte der jeweilige Fachhändler in der Lage sein darüber Auskunft zu erteilen.

 

Die Eigenschaften von Merinowolle:

  • schnelles trocken
  • atmungsaktiv
  • Isolationsfähigkeit auch in nassem oder feuchten Zustand
  • feuchtigkeitsregulierend
  • antibakterielle Wirkung
  • geruchsneutral und daher muss man sie seltener waschen
  • Tragekomfort
  • Pflegeleichtigkeit
  • natürlicher UV-Schutz
  • schwer entflammbar
  • nachwachsender Rohstoff

Merinowolle ist eine edle Wollsorte, aus ihr werden häufig Pullover, Westen, Schals und Mützen gefertigt.

 

Superwash?

Gegeben falls finden wir auf dem Etikett auch den Hinweis „superwash“. Super, die Wolle ist also super zu waschen? Dieser Hinweis bedeutet, dass die Wolle durch ein spezielles Verfahren filzfrei ausgerüstet wurden. Wolle verfilzt indem die Wollfasern  durch heißes Seifenwasser quellen und sich die oberste Schuppenschicht abspreizt und die Schuppen sich miteinander verhaken. Bei der superwash Ausrüstung wird dies durch ein spezielles Verfahren verhindert. Wolle die auf diese Weise behandelt wurde, ist wesentlich unempfindlicher und kann durchaus einen milden Waschgang in der Waschmaschine vertragen.

Wie pflege und wasche ich Merinowolle?

Antworten gibt es demnächst in „Merinowolle Teil 3“