Merinowolle Teil1

Merinowolle

stammt vom Merinoschaf, dies ist eine Feinwoll-Schafrasse die ursprünglich aus Nordafrika stammt. Mit den Berbern, die Viehzucht betrieben, kamen diese Schafe nach Spanien. Historiker vermuten, dass genuesische Wollhändler die Zucht der Tiere anregten und sich dadurch Spanien zum wichtigsten Lieferanten für qualitativ hochwertige Wolle entwickelte. Da die Ausfuhr der Merinoschafe bei Todesstrafe verboten war, konnte Spanien bis zum 18. Jahrhundert mit der „spanischen Wolle“ weltweit Handel treiben. Im 18. Jahrhundert gelangten dann die ersten Merinos nach Deutschland und wurden hier mit einheimischen Rassen gekreuzt, es entstand das Merinolandschaf, welches mit 30% des Schafbestandes die häufigste Rasse in Deutschland ist.

Es gibt also bei der Merinowolle durchaus qualitative Unterschiede, was an den unterschiedlichen Qualitätsstufen der Wolle liegt. Diese Qualitätsstufen werden durch die Feinheit der Faser beschrieben. Jeder von uns hat dies schon am eigenen Leib erfahren, wenn wir sagen die Wolle kratzt. Die Feinheit der Faser ist also auch ein Maßstab für den „Kratzfaktor“. Bei Fasern wird die Feinheit in Micron gemessen, wobei 1 micron einem tausendstel Millimeter entspricht. Dies bedeutet, je höher der Micronwert, desto gröber die Faser, das Merinolandschaft liegt bei 26 – 28 Micron. Je niedriger der Micronwert, desto feiner die Faser. Die qualitativ hochwertige Merinowolle wird entsprechend dem Micronwert eingestuft. So unterscheidet man z. B.

Merino ultrafein bis 16,9 Micron

Merino superfein 17 – 18,9 Micron

Merino extrafein zwischen 19 – 21 Micron

Zum Vergleich das menschliche Haar liegt bei 50 – 100 Micron. Das für uns unangenehme Kratzgefühl tritt ab einem Micronwert von ca. 27 auf.

Qualitativ hochwertige Merinogarne werden aus sehr feinen und dünnen Wollfasern des Merinoschafes hergestellt.

Die Frage ist nun wie beurteile ich als Käufer eines Garns seine Feinheit?

Als erstes werde ich das Garn in die Hand nehmen, es nach mit meinem Gefühl beurteilen. Wie fühlt es sich an, ist es weich oder nicht? Bereitet es mir Freude das Garn in der Hand zu halten, empfinde ich es als angenehm?

Als nächstes werfe ich einen Blick auf das Etikett, doch nicht immer gibt es mir Auskunft darüber, welche Faser verwendet wurde. Meist steht da … % Schurwolle.

Schurwolle, was ist das? Dazu demnächst mehr bei „Merinowolle Teil 2“

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